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Schülerinitiative: GBS soll Courage-Schule werden!

Großer Aufreger vor den Herbstferien!  Sprechblasen in allen Gebäuden, deren Inhalte viele zum Nachdenken brachten, manchen auch ratlos ließen, die zum Teil provozierten … aber eines sicher bewirkt haben: Es wurde diskutiert! 


Das war durchaus beabsichtigt. Die Aktion wurde von einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern initiiert, die sich während der letzten Projektwoche intensiv mit den Themen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus auseinandergesetzt haben. Sie haben sich nun ein Ziel gesetzt:
Die Gutenbergschule soll „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden!

Worum handelt es sich?

Dieses europaweite, überparteiische Schulnetzwerk entstand vor ca. 25 Jahren. Inzwischen gibt es bereits über 2.500 Schulen allein in Deutschland, die diese Auszeichnung erhalten haben. Über 1,5 Mio Schülerinnen und Schüler in Deutschland besuchen eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ –  SOR-SMC ist damit das größte Schulnetzwerk Europas.

Dazu zu gehören ist weniger eine Auszeichnung für geleistete Arbeit als vielmehr eine Verpflichtung, die die Schule gegenüber sich selbst und der Gesellschaft eingeht. Die Beantragung  erfolgt bei der Bundeskoordination „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für Deutschland in Berlin. Der Antrag beinhaltet

  1. die Zustimmung von 70 % der Schulgemeinde (alle, die in der Schule lernen und arbeiten) zu „SOR-SMC“ (per Unterschriftensammlung)
  2. die Benennung  einer Person des öffentlichen Lebens als Patin bzw. Pate des Projekts (diesen zu finden ist Aufgabe der „Courage-AG“)
  3. die Durchführung eines Projekts zu dem Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (die Projektumsetzung geht aus von der „Courage-AG“, die offen ist für jeden, der mitmachen möchte!)

Übrigens, zum Thema Projekte: Die Gutenbergschule ist da längst aktiv! Die Auszeichnung bietet bereits bestehenden Initiativen unserer Schule – hier sei stellvertretend nur die „Äthiopien-AG“ genannt! – eine zusätzliche Plattform, um sich zu präsentieren, sowie vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung.

Zur Zeit gibt es in Wiesbaden zwei „Schulen mit Courage“:  die Schulze-Delitzsch-Schule und die Riehl-Schule. Einige weitere bereiten derzeit die Aufnahme vor.
Die Gutenbergschule wäre als erstes Gymnasium in Wiesbaden eine „Courage-Schule“!

Weitere ausführliche Infos zu „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ findet man hier: www.schule-ohne-rassismus.org/

Wie geht es nun weiter?
Die „Courage-AG“ wird in den kommenden Tagen und Wochen intensiv informieren. Geplant sind u.a. weitere Info-Plakate sowie Info-Stände während der Pausen, wo Mitglieder der Courage-AG für Fragen zur Verfügung stehen. Etwa Anfang/Mitte November soll dann die Unterschriftensammlung umgesetzt werden. Sie werden/ Ihr werdet hier und auf anderen Kanälen rechtzeitig informiert, wann es konkret losgeht!
Was können Sie / was könnt Ihr tun?
  • als Schülerinnen und Schüler: Hört Euch an, um was es geht! Informiert Euch, seid offen, seid gern kritisch! aber nicht einfach nur gelangweilt! Denkt selbst nach! Das Thema könnte Euch irgendwann einmal selbst betreffen, auch wenn Ihr Euch das heute kaum vorstellen könnt …
  • als Eltern: Informieren Sie sich, wenden Sie sich an uns, wenn Fragen offen sind. Die tollste Unterstützung für uns ist, wenn Sie über das Projekt auch daheim sprechen und diskutieren! Dann müssen Sie nicht das Gefühl haben, Ihr Kind unterschreibt da Dinge, über die es sich nie Gedanken machen konnte.
    Hierzu ein wichtiger Aspekt: Wer nicht unterschreiben will, darf nicht „gebrandmarkt“ werden! Wir haben ausgemacht, dass die Namen auf den Unterschriftenlisten den Lehrerinnen und Lehrern nicht gezeigt und auch sonst mit Diskretion gehandhabt werden. Schließlich geht es um ja Respekt!
  • als Lehrerinnen und Lehrer: Nichts, außer zu unterschreiben, dass wir wollen, dass die Gutenbergschule zu einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird, und damit zu dokumentieren, dass wir mit Überzeugung hinter den Inhalten und Zielsetzungen des Projekts stehen!

Letztendlich geht es um gegenseitigen Respekt und die Anerkennung der Tatsache, dass Unterschiedlichkeit nicht automatisch eine Gefahr darstellt …

Zur Courage-AG gehören derzeit und stehen gerne für Fragen zur Verfügung:
  • Layma Brunnmeier, 8a
  • Zoe Erdmann, 8a
  • Anneliese Rockenbauch, 8d
  • Anne Basting, Ed
  • Sophia Bouhaha, Ea
  • Elias Mahmoodzada, Ed
  • Enana Naser, Eb
  • Leonie Ruenauver, Ea
  • Sofia Rinaldi, Q1
  • Anna Sandig, Q3

 

Unterstützt werden die AG’lerInnen von den Lehrkräften

  • Esther Haverkamp
  • Victoria Höfle
  • Dr. Nike Meißner

 

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