1. Zur Geschichte der Äthiopien-AG
Im Frühjahr 1998 fand in der Gutenbergschule eine viel beachtete Ausstellung zum Thema Kinderarbeit unter dem Motto “Kleine Hände – Krumme Rücken” statt. Durch diese Ausstellung angeregt, gründete sich die “Äthiopien-AG” und nahm Kontakt zur Organisation kinder unserer welt auf, die in Äthiopien drei Hilfsprojekte aufgebaut hat und betreibt, ein medizinisches Zentrum für Mutter und Kind, ein Ausbildungszentrum für elternlose Mädchen und ein Straßenkinderprojekt. Die zuständige Projektleiterin, Frau Brachmann, erwies sich als sehr kooperativ und war bereit, die Arbeit der Gruppe mitzugestalten. Sie ist gleichzeitig Mutter einer Schülerin der Gutenbergschule.
Der Arbeitsgruppe gehören Schüler, Elternvertreter und Lehrer an (siehe Pkt. 5).
Die Gruppe konzentrierte sich zunächst darauf, verschiedene Aktionen der Schüler zu koordinieren und Gelder für das Ausbildungszentrum von kinder unserer welt in Endaselassie zu sammeln. Parallel wurde in Klassenstufe 6 von den beteiligten Kollegen das Thema „Kinder in Entwicklungsländern” im Unterricht behandelt. Es wurden mehrfach Infowände mit Bildern und Informationen über das Projekt erstellt.
Um das Projekt selber und die Ziele der Arbeitsgruppe bekannt zu machen, wurde es sowohl der SV, der Gesamtkonferenz und auch dem Elternbeirat vorgestellt.
Aus der positiven Resonanz in der Schule ergab sich der nächste Schritt: die Frage, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, als langfristiges Projekt eigenständig eine Schulpartnerschaft mit einer Schule in Äthiopien aufzubauen.
Das neue Projekt gewann im Frühjahr 1999 langsam Konturen. Frau Brachmann vermittelte den Kontakt zu einer Schule in Semema, einem kleinen, sehr abgelegenen Ort in der Nähe von Endaselassie im Norden Äthiopiens.
Im Oktober 1999 begleitete Manuela Heuthaler, damals Lehrerin an der Gutenbergschule, Frau Brachmann auf ihrer Projektreise nach Endaselassie und besuchte mit ihr zusammen – nach einem abenteuerlichen, mehrstündigen Maultierritt durch tiefe Schluchten und über die Hochebenen Endaselassies – die Schule in Semema. Sowohl Schüler, Lehrer und Eltern, als auch der Bürgermeister Sememas, die Priester und Vertreter der Schulbehörde aus Endaselassie zeigten sich sehr interessiert und begeistert über die geplante Kooperation.
Im Anschluss an die Reise wurde im Januar 2000 ein Kooperationsvertrag von beiden Schulen unterzeichnet, der die Ziele und Regeln der Schulpartnerschaft festlegt.
Seitdem gab es eine Vielzahl von Kontakten und Begegnungen mit der Schule; teilweise brieflich, teilweise persönlich durch Besuche in Semema im Rahmen der kinder unserer welt-Projektreisen. Als weitere Mitglieder der Äthiopien-AG waren mittlerweile Svenja Brachmann, Schülerin der Klasse 11a, und Frau Dr. Petra Fabri-Richters, dreifache Gutenberg-Mutter und ebenfalls ehrenamtliche Mitarbeiterin von ‘kinder unserer welt’, zu Besuchen in Semema.
2. Unsere Ziele
• Wir wollen unseren Schülern durch Berichte, Gespräche und Bildmaterialien möglichst genaue und lebensnahe Informationen über das Leben in Äthiopien, einem der ärmsten Entwicklungsländer geben. So erhalten unsere (trotz aller materiellen Mängel doch sehr privilegierten) Schüler die Chance, die Lebens- und Schulsituation, den Alltag, die Hoffnungen und die Sorgen der Kinder und Jugendlichen dort kennenzulernen. Angestrebt ist eine weitestmögliche Verankerung der Thematik in verschiedene Unterrichtsfächer.
• Einbeziehung möglichst vieler Schüler verschiedener Jahrgangsstufen in die Durchführung bzw. Intensivierung der Schulpartnerschaft und dadurch Sensibilisierung für die Lebensbedingungen und Probleme der Menschen in anderen Ländern. Hierzu finden regelmäßige Treffen der Äthiopien-AG statt mit offenen Möglichkeiten des Mitwirkens von Schülern, Eltern und Lehrern.
• Wir möchten der Schule in Semema materielle Hilfe beim Aufbau und bei der Verbesserung der Lernbedingungen und damit der Entwicklungsmöglichkeiten und Lebensperspektiven ihrer Schüler leisten. Dies ermöglichen wir, indem die Äthiopien-AG Aktionen unterstützt, plant und durchführt, die diesem Projekt dienen und sich in der Schule realisieren lassen, wie Präsentationen und Spielaktionen auf dem jährlichen Schulfest, Ausstellungen, Verkaufs- und Infostände, Weihnachtsbasar, sowie verschiedene andere Spendenaktionen.
3. Semema – ein Ort in Nordäthiopien
Semema ist ein relativ kleiner, sehr ländlicher Ort, ca. 60 km von der Grenze zu Eritrea entfernt, auf der Hochebene Tigrays, dem „Dach Afrikas” gelegen. Die meisten Schüler kommen aus umliegenden Dörfern, weit verstreuten Hofansammlungen und Hütten nach Semema. Ihr Schulweg beträgt bis zu zweieinhalb Stunden für eine Strecke – zu Fuß natürlich, denn Straßen oder Verkehrsmittel gibt es in dieser Gegend nicht.
Sememas Schule hat ungefähr so viele Schüler wie die Gutenbergschule, es stehen jedoch nur sechs Unterrichtsräume zur Verfügung. Der Unterricht wird deshalb in zwei Schichten durchgeführt. Jede Klasse hat rund 100 Schüler, die dicht gedrängt in den wenigen Bänken oder auf großen Steinen sitzen. Die Schreibutensilien halten sie auf dem Schoß, da keine Tische vorhanden sind. Außerhalb der Regenzeit wird auch im Freien unterrichtet. Es fehlt an sehr vielen Dingen, an Räumlichkeiten, an Fenstern, sanitären Anlagen besonders aber auch an Arbeitsmaterialien. Trotz dieser widrigen Umstände gehen die Schüler gerne zur Schule; sie wissen, dass Bildung ihre einzige Chance zu einem besseren Leben ist.
4. Was haben wir bisher erreicht?
Mit sehr viel Engagement haben in den letzten Jahren sowohl Schüler vieler Klassen durch Kuchenverkauf, Infostände und ähnliche Aktionen, aber auch Kollegen mit Spenden die Schulpartnerschaft unterstützt. Mit dem bisher gesammelten Geld
• konnten Schulbänke angeschafft werden
• wurden alle Klassenräume mit Fenstern ausgestattet• ist eine kleine Schulbibliothek eingerichtet und ausgestattet worden
• wurde im letzten Jahr mit unserer Hilfe ein Neubau mit vier großen Klassenräumen errichtet, der das größte Problem der Schule, die Raumnot, lindern hilft.
• All dies wurde mit Hilfe vieler Kleinbeträge ermöglicht, die sich im Laufe der letzten Jahre zu 5.780 DM sowie seit 2002 zu 4.340 Euro summierten. Jeder Cent wurde von uns persönlich übergeben und bei unseren Besuchen die Verwendung der Gelder mit den Lehrern diskutiert und überwacht.
Wir hoffen sehr, dass sich auch in Zukunft immer wieder genug Schüler, Lehrer und Eltern bereit finden werden, sich für das Projekt einzusetzen und mitzuarbeiten, denn noch immer• gibt es in dem Neubau keine Tafeln, Bänke, Stühle oder Tische
• sind die Wände und der Boden des Neubaus unverputzt
• haben die Schüler keine Toilette und keinen Brunnen auf dem Schulgelände
• benötigt die Schule dringend Unterrichtsmaterialien, Bücher und Schreibhefte.
6. Aktuelles
• Besuch in Semema im März 2008 –> Fotos dazu –> Dankesbriefe aus Semema
•Protokoll der Sitzung vom 06.11.03
• Über den Vater einer Schülerin wurde ein Kontakt zu Karl-Heinz Böhm / Stiftung Menschen für Menschen hergestellt. Herr Böhm hat angeboten, an der Gutenbergschule einen Vortrag über Äthiopien und seine Arbeit zu halten. Wenn er wirklich dazu bereit ist, wäre das natürlich eine tolle Chance für uns, Öffentlickeitsarbeit für unser Projekt zu machen und es an der Schule und über die Schule hinaus bekannt zu machen.
Silke Hamann wird versuchen herauszufinden, ob und wann ein solcher Vortragsabend stattfinden könnte. Uns ist dabei wichtig, dass er dies nicht als Werbung für seine eigene Stiftung nutzen möchte, sondern bereit wäre, unser Schulprojekt in den Vordergrund zu stellen. Konkrete Verhandlungen werden ggfl. mit ihm durch Elke Brachmann geführt.• Die Schulelternbeiratsvorsitzende, Martina Settelmeier, hat vorgeschlagen, einen Infoabend über Äthiopien und die Schulpartnerschaft für alle Eltern durchzuführen. Dr. Petra Fabri-Richters könnte evtl. einen Diavortrag über das Land halten (Dauer max. 30-45 Minuten), und im Anschluss würden wir von der Schule, von den Lebensbedingungen dort etc. berichten. Der Termin wäre voraussichtlich am 12. oder 19. November. Elke Brachmann wird sich mit Frau Settelmeier in Verbindung setzen. Nach den Herbstferien werden wir bei unserem nächsten Treffen überlegen, welches Rahmenprogramm man zu einem solchen Abend gestalten könnte.
• Wir möchten einen Flyer über das Semema-Projekt herstellen mit ein oder zwei Bildern, Infotext und einem Abrisszettel, auf dem man verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung ankreuzen kann (z.B. regelmäßige oder gelegentliche Mitarbeit, regelmäßige oder einmalige Spenden, Interesse an Informationen). Wiebke Nonne wird einen Entwurf hierzu machen. Evtl. gibt es über eine Schülerin die Möglichkeit, den Flyer günstig drucken zu lassen, oder in schwarz-weiß auf farbigem Papier zu kopieren. Silke wird sich erkundigen.
• Außerdem soll ein bis zweimal im Jahr ein Infobrief geschrieben werden, der an alle Interessierten sowie automatisch an alle Projektspender und -paten verschickt wird.
Wer hat Lust, diesen Infobrief verantwortlich zu übernehmen?• Wenn wir künftig Projektpatenschaften etc. anbieten und es dadurch zu regelmäßigen Zahlungseingängen auf dem Konto kommen sollte, wäre es besser, ein Girokonto anstelle des bisherigen Sparkontos zu eröffnen. Evtl. könnte dies auf den Namen eines Schülers lauten, um Kontoführungsgebühren zu sparen (Wiebke bietet sich an), oder wir bitten eine Bank, das Konto gebührenfrei zu führen (Volksbank?).
Für Barzahlungen von Kleinbeträgen (z.B. Patenschaften von Schülern in Höhe von ein oder zwei Euro monatlich) könnte evtl. ein Behältnis im Sekretariat aufgestellt werden. Das müsste mit der Schulleitung besprochen werden.• Wir wollen vor Weihnachten wieder einen Basar veranstalten. Bei der nächsten Projektreise von ‘kinder unserer welt’ Mitte Oktober nach Äthiopien sollen, wenn möglich, Schmuck, Holzschnitzarbeiten und Körbchen für den Verkauf mitgebracht werden.
• Die Einnahmen aus dem Budenfest betrugen rd. 230 €. Insgesamt haben wir seit dem letzten Besuch in Semema im Mai schon wieder etwa 430 € gesammelt. Es wäre natürlich gut, wenn wir bis zur nächsten Reise im Frühjahr 2004 (von Petra Fabri-Richters & Elke Brachmann, evtl. begleitet von Frau Claus) noch etwas mehr Geld zusammen bekommen würden. Bisher haben wir immer Beträge zwischen 1.500 und 2.000 € mitgenommen.
Wiebke Nonne wird deshalb die Klassenlehrer der 5. und 6. Klassen ansprechen und sie bitten, ihre Klassen zu Kuchenverkäufen zu motivieren. Silke wird ebenfalls wegen Kuchenverkäufen zu den Paten der Fünftklässler Kontakt aufnehmen. Außerdem wäre es gut, wenn alle Lehrer aus der Äthiopien-AG ihre Klassen ansprechen würden.• Andrea Binn wird sich um die Neugestaltung des Schaukastens im Neubau kümmern. Die notwendigen Materialien hierfür sind bereits vorbereitet (bei Anette).
• Der nächste Termin ist
am 6. November, 13 Uhr 30.
Bisherige Themen:
Organisation des Infoabends
Weihnachtsbasar
Flyer und Infobrief• Nachrichten aus Äthiopien:
dpa-Meldung vom 12. Juni 2003:„Die bislang ältesten Überreste des modernen Menschen hat ein internationales Forscherteam in Äthiopien ausgegraben. Die Schädelknochen von drei Angehörigen der Art Homo sapiens sind rund 160.000 Jahre alt. Der Fund erhärtete die Vermutung, dass die Menschen in Afrika entstanden sind und sich von dort in die ganze Welt ausgebreitet haben, schreiben die Wissenschaftler um Tim White von der Universität von Kalifornien in Berkeley. Die drei Schädel haben Kratzspuren von Steinwerkzeugen, was vermutlich auf einen Totenkult hinweist. Der Fundort der Fossilien liegt in der äthiopischen Awash-Region, nahe des Dorfes Herto, rund 250 km nordöstlich der Hauptstadt Addis Abeba. Einer der drei Schädel, die schon 1997 ausgegraben worden sind, gehörte zu einem männlichen Erwachsenen und ist sehr gut erhalten.”
Nach einer aktuellen Veröffentlichung der Weltbank über die „Welt des Reichtums – Welt der Armut” ist Äthiopien zur Zeit mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 100 US-$ das ärmste Land der Welt. Luxemburg liegt mit 42.060 US-$ an der Spitze, Deutschland auf Platz 12 mit 25.120 US-$.
Der erste Artikel im Mai 2000:

Arbeitsgruppe Äthiopien
Unsere Gruppe hat folgende Zielsetzung:
- Aufbau einer Schulpartnerschaft zu der Schule in Semema, Äthiopien
- Einbeziehung von SchülerInnen verschiedener Jahrgangsstufen bei der Durchführung und Intensivierung der Schulpartnerschaft; Sensibilisierung für die Probleme in anderen Ländern und Förderung des Engagements
- Unterstützung, Planung und Durchführung von Aktionen, die diesem Projekt dienen und sich in der Schule verwirklichen lassen, z.B. Verkaufsaktionen, Ausstellungen, Behandlung des Themas im Unterricht
- regelmäßige Treffen der Gruppe, offene Möglichkeiten des Mitwirkens von Schülern, Eltern und Lehrern
- langfristige Verankerung der Partnerschaft in der Gutenbergschule, Erwirken eines Beschlusses der Schulkonferenz hierzu
1. Zur Geschichte der AG-Äthiopien
Im Frühjahr 1998 fand in der Gutenbergschule eine viel beachtete Ausstellung zum Thema der Kinderarbeit, unter dem Motto “Kleine Hände – Krumme Rücken” statt. Durch diese Ausstellung angeregt, gründete sich die “Äthiopien AG” und nahm zunächst Kontakt zur Organisation “Kinder unserer Welt” auf, die in Äthiopien bereits zwei Hilfsprojekte aufgebaut hat und fördert, ein medizinisches Mutter-Kind-Zentrum und ein Ausbildungszentrum für elternlose Mädchen. Die zuständige Projektleiterin, Frau Brachmann, erwies sich als sehr kooperativ und war bereit, die Arbeit der Gruppe mitzugestalten. Sie ist gleichzeitig Mutter einer Schülerin der Gutenbergschule. Der Arbeitsgruppe gehören Schülerinnen, ElternvertreterInnen und LehrerInnen an (siehe 2.).
Die Gruppe konzentrierte sich in dieser Anfangsphase darauf, verschiedene Aktionen der Schülerinnen zu koordinieren und Gelder für das Ausbildungszentrum in Endaselassie zu sammeln. Vorweihnachtliche Verkaufsaktionen (Bastelarbeiten, Kuchen, …) führten zu Einnahmen, ebenso wie Spendenaktionen. Parallel wurde in Klassenstufe 6 von den beteiligten KollegInnen das Thema der Kinder in Entwicklungsländern im Unterricht behandelt. Es wurden mehrfach Infowände mit Bildern und Informationen über das Projekt erstellt.
Um das Projekt selber und die Ziele der Arbeitsgruppe bekannt zu machen, wurde es sowohl der SV, der Gesamtkonferenz und auch dem Elternbeirat vorgestellt. Die Resonanz war im wesentlichen positiv, obwohl auch der Hinweis auf andere große Organisationen gegeben wurde, die mit ebensolcher Berechtigung Projekte in Entwicklungsländern fördern. Die „Äthiopien AG” sprach sich dagegen deutlich für dieses konkrete, kleinere Projekt aus, in dessen Rahmen die Mitwirkungsmöglichkeiten größer sind und der Gedanke eines Austausches, nicht nur der einer einseitigen Unterstützung, die langfristige Perspektive bildet. Aus dieser Diskussion ergab sich der nächste Schritt: die Frage, ob die Möglichkeit, eigenständig eine Schulpartnerschaft mit einer Allgemeinbildenden Schule in Semema einzugehen, nicht der bessere Weg ist. Die Lebenswelt Schule bietet sowohl unseren Schülern als auch den Schülern in Semema mehr Anlässe an eigene Erfahrungen anzuknüpfen und neuen gegenüber Offenheit zu zeigen.

Das neue Projekt gewann im Frühjahr 1999 langsam Konturen. Frau Brachmann vermittelte den Kontakt zu Adane Kidane, einem Äthiopier, der in der Nähe von Kassel lebt und die Schule in Semema, die er früher selber besucht hat, nach Kräften zu unterstützen suchte. Die Mitglieder der AG Äthiopien lernten ihn im Mai 1999 persönlich kennen und entschlossen sich danach, die Partnerschaft mit der Schule in Semema als neues Projekt der gemeinsamen Arbeit zu bestimmen.
Mittlerweile besteht ein Briefkontakt zwischen uns und dem Schulleiter von Semema sowie der Schulbehörde in Endaselassie, worin eine Partnerschaft von beiden Seiten als begrüßenswert angesprochen wird. Auf dem Schulfest der Gutenbergschule vor den Sommerferien ’99 wurde unter dem Motto „Spenden für die Schule in Semema” ein Betrag von mehreren hundert Mark eingenommen und über das neue Projekt informiert:
Semema – ein Ort in Nordäthiopien.
Sememas Schule hat ungefähr so viele Schüler wie die Gutenbergschule, es stehen jedoch nur 8 Unterrichtsräume zur Verfügung. Die Schule wird über Tag von Kindern und Jugendlichen genutzt, abends von Erwachsenen, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Sie ist im Vergleich zu unserer Schule erheblich schlechter ausgestattet. Wie wir aus Filmberichten entnehmen konnten, sitzen die Schüler sehr gedrängt, sie haben ihre Schreibutensilien auf dem Schoß, da nicht genug Tische und Bänke vorhanden sind. Einige werden sogar im Freien unterrichtet. Es fehlt an sehr vielen Dingen, angefangen von den Räumlichkeiten über Fenstergläser, sanitäre Ausstattung bis hin zu Arbeitsmaterialien. Trotz dieser widrigen Umstände scheinen die SchülerInnen gerne zur Schule zu gehen und zu lernen. Bildung ist ihre Chance zu einem besseren Leben.
Um die Kontakte zu stärken und eine persönliche Basis für den Austausch zu schaffen, fuhr Frau Heuthaler – die zusammen mit Frau Siemon als Projektverantwortliche gewählt wurde – in den Herbstferien nach Semema, führte dort Gespräche und übergab die gesammelten Gelder. Die Gruppe erhielt durch die Reiseberichte viele neue Eindrücke und Ideen für den weiteren Verlauf der Schulpartnerschaft.
Andrea Binn

2. Die Mitglieder:
KollegInnen: Frau Binn, Herr Flick, Frau Heuthaler, Frau Dr.Kohlhas, Frau Naumann-G., Frau Siemon
ElternvertreterInnen: Frau Brachmann, Frau Schwantag, Herr Thiel
SchülerInnen: Svenja Brachmann 8a, Nora Hünemohr 8, Monika Grella 8, Susanne Käss 13, Julia Harms 11a
3. AG Äthiopien – Informationen zum aktuellen Stand
Mai 2000:
Wir erhalten ein Dankschreiben der Schule in Semema. Das von uns im Oktober letzten Jahres überbrachte Geld soll für Fenster im Schulgebäude verwendet werden. Mittlerweile liegt uns eine von beiden Seiten unterzeichnete Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit vor.
Juni 2000:
Auf dem Schulfest der Gutenbergschule wird ein Stand der Äthiopien AG zu finden sein. Vermutlich mit viel Informationen über unsere Partnerschule in Semema, leckerem äthiopischen Essen und – ganz unpassend dazu – Milchshakes!
