Diskutieren will gelernt sein
„Jugend debattiert“ hat den Anspruch die sprachliche und politische Bildung an weiterführenden Schulen zu intensivieren, zur Persönlichkeitsentwicklung und Meinungsbildung beizutragen und richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8. Durch das Engagement der Gutenbergschule als Verbundschule können Gutenbergschüler, die sich auf den Klassenentscheiden qualifiziert haben, an diesem Schülerwettbewerb teilnehmen und haben sich bislang auf Schulverbunds- und hessischer Regionalebene erfolgreich zu positionieren vermocht. Das Lehrerteam der GBS besteht aus den Kollegen Elster, Fee, Gerrmann, Küster, Sonntag und Stunz.
Die GBS ist seit 2004 Verbundsschule des bundesweiten Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert“, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler jährlich von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz-Nixdorf-Stiftung in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz und den Kultusministerien der Länder durchgeführt wird.
Was bedeutet Debattieren?
Debattieren bedeutet im Gegen- und Miteinander, sich zu einer strittigen Frage eine Meinung zu bilden, diese zu begründen und zu verteidigen und im Idealfall durchsetzen zu können, indem Gründe formuliert werden, Kritik vorgebracht wird und man sich inhaltlich und argumentativ behaupten kann.
In einer modernen Informations- und Wissensgesellschaft sind kommunikative Fähigkeiten, die durch das Debattieren hervorragend entwickelt werden können, unerlässlich, nicht nur in politischen Debatten, sondern auch in Schule, Universität und Beruf. Qualitativ gute Debatten sind eine Grundvoraussetzung lebendiger Demokratie und konstruktiver Konfliktlösungen. Somit kann „Jugend debattiert“ dazu beitragen eine effektive, themenorientierte Diskussionskultur zu etablieren. Der präzise Umgang mit Sprache, geistiges Reaktionsvermögen und die Fokussierung auf Inhalte sind wesentliche Kompetenzen, die geschult werden. Nicht zuletzt geht es um das Trainieren von rhetorischen Fertigkeiten, was die Einbettung des Wettbewerbs in die Fächer Deutsch und Politik und Wirtschaft eindrücklich legitimiert.
Wie läuft der Wettbewerb ab?
Im angelsächsischen Kulturkreis hat das Debattieren an Schulen und Universitäten eine lange Tradition. Mit dem Schülerwettbewerb „Jugend debattiert“ ist es gelungen in den vergangenen Jahren auch in Deutschland das Debattieren in die Schulen zu transportieren.
Die Wettbewerbe können an allen weiterführenden Schulen, die in dem Projekt engagiert sind, in zwei Altersstufen abgehalten werden: In der Sek. I erfolgt dies ab Klassenstufe 8 und in der Sek. II für die Jahrgangsstufen 11 – 13. Die Verbünde sind schulartübergreifend organisiert. Die erste Wettbewerbsebene findet im Klassenverband statt. Im Rahmen einer Unterrichtsreihe werden in den teilnehmenden Klassen die beiden Besten ermittelt, die dann in den jeweiligen Altersstufen im Schulwettbewerb antreten. Pro Altersgruppe darf jede Verbundsschule die beiden siegreichen Debattanten zum Regionalverbundwettbwerb entsenden, wo sich wiederum die beiden Besten für den Landeswettbewerb qualifizieren, der zum Bundeswettbewerb führt.
Der Ablauf des Wettbewerbs ist dabei immer gleich: Zu einer aktuellen (oft politischen) Streitfrage debattieren jeweils vier Teilnehmer vor Juroren (geschulte Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer). Dabei nehmen je zwei Debattanten die Pro- und Kontra-Position ein. Zur Vorbereitung in den Klassen oder Wettbewerben können auch amüsante Streitfragen (Z. B. Soll Astrologie Schulfach werden?) debattiert werden, die die Lust am Wortduell wecken sollen. Im Wettbewerb haben die Themen den Anspruch von gesellschaftlicher Relevanz zu sein und werden durch „Jugend debattiert“ ca. zehn Tage vor dem Wettkampf bekannt gegeben, um eine sorgfältige Vorbereitung zu ermöglichen.
Interessierte Schüler der Mittelstufe und Oberstufe können sich an Lehrer aus dem „Jugend debattiert“-Team wenden. Im Rahmen der Projektwoche bieten wir beispielsweise immer wieder Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene Freunde der Debatte an.
Wir freuen uns auf Euch/ Sie!
Euer/ Ihr „JD“-Team
