Gymnasium
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Latein

Latein kann an der Gutenbergschule als dritte Fremdsprache ab Klassenstufe 8 im Wahlpflichtunterricht (WPU) belegt werden. Der Unterricht umfasst drei Wochen-stunden. Als Abschluss kann das Latinum erworben werden. Latein kann aber auch in das Abitur als Grundkurs oder als Prüfungsfach eingebracht werden.

Das Unterrichtsfach Latein als „Mutter“ vieler europäischer Sprachen stellt einen wesentlichen Bestandteil des Sprachenprofils der Gutenbergschule dar.

Was bringt es eigentlich, sich für Latein zu entscheiden?

Es gibt eine Vielzahl von Gründen Latein zu lernen:

  • Die Betrachtungsweise der lateinischen Sprache ist eine analytische; sie zwingt den Lernenden zu analytischem Denken.
  • Kern des Lateinunterrichts ist das Übersetzungstraining, bei dem eine möglichst adäquate Übertragung des lateinischen Sachverhalts ins Deutsche gesucht wird. Dadurch werden die Ausdrucksfähigkeit und das sprachliche Repertoire in der Muttersprache in hohem Maße gefördert. Der Akt des Übersetzens stellt eine konsequente Schulung analytischen Denkens dar.
  • Latein ist die „Mutter“ der romanischen Sprachen: Latein erleichtert erheblich den Zugang sowohl zur Grammatik als auch insbesondere zum Vokabular der „Tochtersprachen“ Französisch, Italienisch und Spanisch – aber auch zur englischen Lexik, die zu über 80 % direkt oder indirekt (nämlich über das Französische) auf Latein zurück geht.
  • Die lateinische Kultur stellt den Ausgangspunkt für das heutige Europa dar. Merke: Nur wer weiß, woher er kommt, weiß auch, wohin er geht! Über eine lebendige Vermittlung von kulturgeschichtlichen Inhalten fördert der Latein-unterricht die Allgemeinbildung.
  • Für viele Studienfächer wird immer noch das Latinum vorausgesetzt – und die Universitäten können zunehmend autonom über die Zugangsbedingungen für die jeweiligen Fächer entscheiden. Das heißt bis auf Weiteres: Wer das Latinum schon in der Schule erworben hat, der muss es nicht mühsam an der Universität nachholen. Das Latinum kann unter Umständen ein oder mehrere Semester „kosten“!
  • Kooperative Unterrichtformen in Latein fördern die Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. 

Ist es sinnvoll, Latein erst als dritte Fremdsprache zu lernen?

Die Erfahrungen mit Latein im Wahlpflichtunterricht (WPU) an der Gutenbergschule sind überaus positiv. Für Latein entscheiden sich oft auch solche Schülerinnen und Schüler, die ein Interesse an antiker Geschichte und Kultur haben. Durch die bereits vorhandenen Kenntnisse zweier lebender Fremdsprachen entstehen nicht selten willkommene Synergieeffekte. Das Potenzial, das ein mehrsprachiges Lernen auch für moderne Fremdsprachen birgt, wird hier entfaltet.

Für wen ist Latein die richtige Wahl?

Zumindest in der Anfangsphase des Lernens ähnelt Latein einem Baukasten mit verschiedenen Bausteinen, deren Funktionen die Schülerinnen und Schüler nach und nach kennenlernen. Wer sich bei den Sprachen mit dem intuitiven Zugang schwertut, weil sie/er gerne sofort wissen möchte, warum etwas wie gesagt wird und welche Regeln es dafür gibt, der wird mit Latein, dessen Sprachsystem strukturiert betrachtet und analysiert wird, gut umgehen können.

Latein lernen bedeutet insgesamt, im Übersetzen gleichzeitig den Umgang mit der Muttersprache zu reflektieren. Wer sich also gerne mit Sprachen beschäftigt, nicht nur in der unmittelbaren Anwendung, sondern auch, indem er über Sprache nachdenkt – wie sie funktioniert, was sie mit anderen verbindet, was sie von anderen unterscheidet –, dem wird Latein viel Spaß machen!

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