Gymnasium
seit 1845

Musik

Besondere Schwerpunkte legt die Gutenbergschule auf den musisch/künstlerischen Bereich.
Für alle Instrumentalisten der Schule gibt es ein Schulorchester mit 100 Teilnehmern, das Konzerte und Kammermusikabende veranstaltet und darüber hinaus Orchesterreisen unternimmt.
Um die Anfänger individuell zu fördern, existiert ein Vororchester, in dem jede Schülerin bzw. jeder Schüler ab Klasse 5 mitspielen kann. Hier wird mit viel Spaß das gemeinsame Musizieren
in kleinen Instrumentalgruppen spielerisch erlernt.

Die Mitglieder des Vororchesters nehmen bereits an allen Aktivitäten des gesamten Schulorchesters teil.

Die Gutenbergschule hat drei Chöre: den Kinderchor für die Klassen 5 und 6, der am Vormittag probt, einen Jugendchor für die Klassen 7 und 8 und einen Kammerchor ab der Jahrgangsstufe 9. Diese Chöre geben zweimal im Jahr ein gemeinsames Konzert, bei dem auch auf die Schülerwünsche eingegangen und z.B. Popmusik gesungen wird.

Seit 1994 besteht die Schulband “G-Flat“, die ein buntes Repertoire von neuen und alten Hits, vorwiegend aus den Bereichen Soul, Rock und Funk spielt.

Aufgabe des Musikunterrichts ist es, einen differenzierten und qualifizierten Umgang mit Musik zu fördern und Verständnis für Inhalte, Wirkungen und Funktionen von Musik in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu entwickeln. Dabei steht das Erleben von musikalischen Abläufen über das Hören neben dem eigenen musikalischen Tun.

Das Fach Musik wird an unserer Schule gemäß der derzeit gültigen Stundentafel in den Klassen 5 und 6 zweistündig, in den Klassen 7 bis 10 einstündig unterrichtet. Um den Problemen des einstündigen Unterrichts zu entgehen, haben wir an unserer Schule die Regelung, dass entweder in den Klassen 8 und 10 oder 7 und 9 jeweils der Musikunterricht zweistündig erteilt wird.

Ab Klasse 11 gibt es in der Regel zwei Musikkurse.

Auf fächerübergreifende Aspekte wird in allen Jahrgangsstufen Wert gelegt.

 

Chor, Orchester, Schulband, Theater

Chor:

Es gibt seit 1978/79 den

–   Kinderchor,     Klassen 5 und 6, jeweils zwischen 80 und 130 Mitglieder,

–   Jugendchor            ,   Klassen 7 und 8, jeweils zwischen 25 und 45 Mitglieder,

–   Kammerchor, Klassen 9 bis 13, jeweils zwischen 30 und 50 Mitglieder.

Jährlich werden zwei abendfüllende Chorkonzerte veranstaltet, dazu kommen kleinere Auftritte in der Öffentlichkeit zu verschiedenen Anlässen und alle 2 bis 3 Jahre eine Musiktheater-Aufführung. (z. B. Musical für Kinder und Jugendliche).

Die Chöre führen jährlich eine dreitägige Chorfreizeit durch, außerdem wurden Austauschfahrten nach Belgien, Italien und Frankreich organisiert.

Im Rahmen von bisher fünf Chorprojekten mit jeweils ca. 400 Mitwirkenden findet seit 1990 eine Öffnung der Chorarbeit nach außen statt.

Mit der Chorarbeit werden an der Gutenbergschule folgende Ziele verfolgt:

*   Breitenwirkung: Jeder darf mitsingen;

*   Vielseitigkeit: Erarbeitung von Chorwerken aus allen Epochen und Stilrichtungen;

*   Schulung: Ausdrucksfähigkeit der Stimme, gesunde Atmung und Körperhaltung, differenzier-
tes Hören und Beurteilen, Geschmacksbildung, Konzentrationsfähigkeit;

*   Freude wecken: am Singen, am eigenen musikalischen Ausdruck;

*   Eindrucksvolle Konzerterlebnisse ermöglichen;

*   Beitrag zur Sozialisation durch Chorfreizeiten und Austauschfahrten.

 

Orchester:

Seit 1977 wird an der Gutenbergschule eine intensive Orchesterarbeit gepflegt, in die zur Zeit etwa 85 Instrumentalisten der Jahrgangsstufen 5-13 eingebunden sind.

In Klasse 5 und 6 können Kinder, die Instrumentalunterricht haben, im Vororchester mitspielen. Alle Mitglieder des Vororchesters nehmen bereits an den großen Orchesterkonzerten teil. Um junge Schülerinnen und Schüler zum Instrumentalspiel zu motivieren, wird regelmäßig in den ersten Wochen für die Klassen 5 eine Veranstaltung zur Vorstellung von Orchesterinstrumenten durchgeführt. Die Gutenbergschule bietet unterstützend einige Leihinstrumente an und vermittelt auf Wunsch auch privaten Instrumentalunterricht.

Die fortgeschrittenen Instrumentalisten der Jahrgangsstufen 7-13 musizieren im Hauptorchester. Ab der 9. Klasse kann das Orchesterspiel als Wahlpflichtfach (WPU).

Die Orchesterarbeit umfasst regelmäßige Auftritte in der Öffentlichkeit (zwei große Orchesterkonzerte im Jahr sowie zusätzliche Kammermusikkonzerte), Projektwochen, Konzertreisen und Probenfahrten in die bekannte musikalische Bildungsstätte Schloss Weikersheim.

Diese vielseitigen Gemeinschaftserlebnisse und das klassenübergreifende Musizieren sind eine starke Motivation für das Erlernen eines Musikinstruments. Durch das Orchesterspiel werden Motivations- und Konzentrationsfähigkeit, Verantwortungsgefühl, soziale Kompetenzen und Geschmacksbildung nachhaltig gefördert.

 

Schulband:

Die Schulband „G-Flat“ (abgel. von Englisch „Ges-Dur“, geschrieben Gb) besteht seit 1994 und spielt ein buntes Repertoire von neuen und alten Hits, vorwiegend aus den Bereichen Soul, Rock und Funk. Charakteristisch für die Band sind mehrstimmiger Gesang, Bläsersatz (Sax, Trompete, Posaune) und eine groovende Rhythmusabteilung mit Bass, Drums, Gitarren, Keyboards und Percussion. Die Entwicklung von Spielfreude, Kreativität und Selbstvertrauen, individuellen musikalischen Fertigkeiten im Rahmen des Zusammenspiels und viel Spaß sind Schwerpunkte der Bandarbeit.

 

Theater:

Die Theaterarbeit begann vor einigen Jahren mit einer Brecht-Inszenierung mit dem Ziel, bei  den „Schauspielern“ sowie beim Publikum politisches Bewusstsein zu wecken. Überdies hinaus steht die künstlerische Aufgabe im Mittelpunkt. Durch die Teilnahme an schulischen Theaterproduktionen wird der einzelne Schüler in hohem Maße individuell in seinen Fähigkeiten gefördert, was im großen Klassenverband längst nicht so gut geleistet werden kann. Durch das Agieren und Sprechen im Rampenlicht gewinnt die Schülerin / der Schüler an Selbstvertrauen, durch die Kooperation mit den anderen Mitgliedern der AG auf und hinter der Bühne wird das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler positiv geschult. Sie erfahren  „team spirit“ und werden diese Erfahrung als Schlüsselqualifikation „Kooperationsfähigkeit“ in besonderem Maße auch außerhalb der Schule sowie im späteren Berufsleben einbringen können.

Folgende Liste gibt eine Übersicht über die in der Regel zweimal jährlich gezeigten Produktionen:

1994/95:          B. Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches

1995/96:          Eugéne Ionesco: Der Herrscher

Jean Tardieu: Ein Wort für das andere

1996/97:          Fernando Arrabal: Picknick im Felde

1997/98:          Andreas Gryphins: Peter Squenz

1998/99:          Wolfgang Deichsel: Agent Etzel

1999/00:          Slawomir Mrozek: Auf hoher See

2001    :          Eugène Ionesco, Die Nashörner

2002    :          Andersen, Der Schweinehirt

2004/05:          Wiederaufnahme B. Brecht, Furcht und Elend des Dritten Reiches

2005/06:          Eugène Ionesco, Die kahle Sängerin


 

Darstellendes Spiel

Im Wahlpflichtunterricht der Klassen 9 und 10 wird seit dem Schuljahr 2000/01 das Fach „Darstellendes Spiel“  unter der Leitung von Frau Wolter angeboten. In diesem Fach lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre körperliche und sprachliche Ausdrucksfähigkeit im Zusammenhang mit Raum und Bewegung zu entwickeln und eigene Darstellungsformen zu finden. Grundlegende Kenntnisse des Theaterspiels werden erarbeitet, die Voraussetzung für eigene kreative Gestaltung sind. Die Probenarbeit ist Gruppenarbeit und fördert Kooperation, Disziplin, Toleranz und Kritikfähigkeit. Am Ende eines Schuljahres steht die Inszenierung eines Stückes. Seit 2004 nimmt die Gruppe jährlich an den Wiesbadener Schultheatertagen teil, 2004 mit dem Stück Blutsbrüder nach W. Russel, 2005 mit Blueprint – Blaupause nach dem Roman von Ch. Kerner und 2006 mit Liebe – und Gesellschaft. Diese Inszenierungen enthalten Szenen von Schillers Kabale und Liebe, Frischs Andorra und v. Knesebecks Der blaue Stein. Die Gruppe spielt nicht nur Stücke „nach“, sondern bearbeitet literarische Werke, um sie dann zu inszenieren. Das Fach „Darstellendes Spiel“ soll es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, in erster Linie die eigenen kreativen Möglichkeiten zu entwickeln, um dann einem Publikum etwas zu vermitteln und es zu unterhalten.

 

Improvisationstheater

Das Improvisationstheater besteht aus Mädchen und Jungen der Unterstufe. Betreut und angeleitet werden die Schülerinnen und Schüler von Herrn Tonak und zwei theaterbegeisterten Müttern, die sich einmal in der Woche für Probeeinheiten für die Dauer von 90 Minuten treffen.

Das jeweilige Theaterstück wird von den Schülerinnen und Schülern selbst erfunden und ausgearbeitet. Dabei werden lediglich Szenen und das, was für die Szenen inhaltlich wichtig ist, festgelegt. Der Text wird nicht auswendig gelernt, sondern improvisiert (also im Verlauf der Aufführung frei erfunden und gesprochen).

Die Schülergruppe hat im Schuljahr 2004/05 beim Wettbewerb „Tatort: Schule“ dem ersten Krimiwettbewerb der Stadt Wiesbaden, des Medienzentrums und des Fördervereins des Museums für deutsche Fernsehgeschichte teilgenommen und gewonnen.

Mit Unterstützung des Fördervereins Museum für Deutsche Fernsehgeschichte und dem Medienzentrum Wiesbaden e. V. hat die Theatergruppe ihre Geschichte selbst verfilmt. Das Ergebnis wurde am 19. Juli 2005 in der Caligari FilmBühne präsentiert.

 

Improvisationstheater II und III

Fortgesetzt wurde das Improvisationstheater in zwei Gruppen. Die eine Gruppe, die sich montags von 14:00 bis 15:00 Uhr trifft wird von Frau Settelmeier und Frau Söhnlein betreut. Die zweite Gruppe, die sich dienstags um die gleiche Zeit trifft, betreut Frau Söhnlein alleine.

Bisher gingen zwei Stücke aus der Arbeit der Schüler, die auch Unterstützung durch einen professionellen Schauspieler erfahren, hervor: Zeitreise ins Ungewisse und Das Geheimnisvolle Buch. Beide Stücke wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt. Auch hier gelten die Prinzipien des Improvisationstheaters: Der erarbeitete Text wird nicht auswendig gelernt, sondern improvisiert.

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