Im Erdkundeunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst sich zu orientieren – im näheren Umfeld genauso wie in der weiten Welt. Hierfür ist es wichtig, mit dem Atlas als Basiswerk des Erdkundeunterrichts, umgehen zu lernen. Darüber hinaus begleiten die Bücher Seydlitz 1 und 2 (Schroedel-Verlag) den Unterricht in der Sekundarstufe I und das Lehrwerk „Physische Geographie“ (Cornelsen-Verlag) sowie verschiedenen Themenhefte den Unterricht in der Sekundarstufe II. Im Laufe des Erdkundeunterrichts rücken unterschiedliche Räume in den Mittelpunkt der Betrachtung anhand derer einerseits die Zusammenhänge der physisch-geografischen Faktoren (wie z.B. Relief, Klima, Vegetation, Wasserkreislauf usw. ) verdeutlicht werden und andererseits die Rolle des Menschen im Raum untersucht wird (wo und wie leben die Menschen, wie nutzen sie den Raum, in dem sie leben und wie prägen sie ihn? )
„Im Mittelpunkt des Erdkundeunterrichts steht der von Naturfaktoren und menschlichen Aktivitäten geprägte Raum. Dabei legt das Fach Erdkunde die Beziehungen zwischen und die Zusammenhänge innerhalb verschiedener Lebensräume der Erde dar, indem es die Gesamtheit der Mensch-Raum-Beziehungen betrachtet und kritisch hinterfragt. Eine der Hauptaufgaben des Erdkundeunterrichts ist es, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, in vielfältigen Lebenssituationen für ihre Umwelt verantwortlich zu handeln, d.h. ihnen „Raumverhaltenskompetenz zu vermitteln.“ Lehrplan Erdkunde, Hessen, 2008, S.2
Wie ist die Stundenverteilung? Die Stundentafel in Hessen sieht für das Fach Erdkunde in G8 nur noch fünf Stunden in der Sekundarstufe I vor. Die Verteilung dieser fünf Erdkundestunden sieht an der Gutenbergschule wie folgt aus: 1 Stunde in Klasse 5 1 Stunde in Klasse 6 1 Stunde in Klasse 7 (plus 1 Stunde bili = Erdkunde auf Französisch) 1 Stunde in Klasse 8. Der einstündige Unterricht findet nach Möglichkeit epochal statt. „Epochal“ bedeutet, dass das Fach nicht einstündig während des gesamten Schuljahres unterrichtet wird, sondern zweistündig während eines Halbjahres. Die Note zählt für beide Halbjahre und ist versetzungsrelevant. Die Gutenbergschule ist eines der wenigen Gymnasien in Wiesbaden, in dem in der Oberstufe die Möglichkeit besteht, Erdkunde als Grundkurs anzuwählen.
Erdkunde – bilingual: Eine weitere Besonderheit an der Gutenbergschule ist die Möglichkeit am bilingualen Sachfachunterricht auf Französisch teilzunehmen. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich für den bilingualen Zweig entschieden haben, beginnen diesen mit dem Fach Erdkunde in Klasse 7, wo Erdkunde bilingual zweistündig unterrichtet wird. Peu à peu lernen die Schülerinnen und Schüler sich auf Französisch mit entsprechendem Fachvokabular geografische Themen zu erarbeiten und kleinere Referate zu halten.
Das Besondere im Erdkundeunterricht: Referate und auch über einen längeren Zeitraum durchgeführte Projektarbeiten mit anschließender Präsentation (letzteres verbindlich in Klasse 8), ermöglichen den Schülerinnen und Schülern verstärkt eigenverantwortlich zu arbeiten und sich mit Hilfe der eingeübten erdkundlichen Arbeitsmethoden (Lesen und Auswertung von Karten, Diagrammen, Bildern usw.) selbständig mit neuen Regionen und Phänomenen auseinanderzusetzen. Insgesamt ist die Arbeit mit Kartenmaterial, Luftbildern, Diagrammen, Globen, neuen Medien usw. sicherlich genauso wenig aus dem Erdkundeunterricht wegzudenken wie die Durchführung von Experimenten (z.B. Vulkanausbrüche im Klassenraum, Temperaturmessungen zur Verdeutlichung von ozeanischem und kontinentalem Klima, Wetterbeobachtungen usw.), das Erstellen von kleineren Modellen (z.B. selbst gebastelten Globen, Kartoffelberge zur Veranschaulichung der Höhenlinien ….), die Durchführung kleinerer Exkursionen / Lehrausflüge passend zu den Unterrichtsinhalten (Übungen mit dem Kompass und topografischem Kartenmaterial außerhalb des Klassenraumes; Besuch des Palmengartens in Frankfurt zur Vertiefung der tropischen und subtropischen Vegetation, Museums- und Ausstellungsbesuche (z.B. im Senkenbergmuseum oder im Umweltladen in Wiesbaden usw.).
