Gymnasium
seit 1845

Erdkunde

Im Erdkundeunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst sich zu orientieren – im näheren Umfeld genauso wie in der weiten Welt. Hierfür ist es wichtig, mit dem Atlas als Basiswerk des Erdkundeunterrichts, umgehen zu lernen. Darüber hinaus begleiten die Bücher Terra 1 (Klett Verlag) und Seydlitz 2 (Schroedel-Verlag) den Unterricht in der Sekundarstufe I und das Lehrwerk „Physische Geographie“ (Cornelsen-Verlag) sowie verschiedenen Themenhefte den Unterricht in der Sekundarstufe II. Im Laufe des Erdkundeunterrichts rücken unterschiedliche Räume in den Mittelpunkt der Betrachtung, anhand derer Zusammenhänge zwischen Menschen im Raum (wo und wie leben die Menschen, wie nutzen sie den Raum, in dem sie leben und wie prägen sie ihn?) und physisch-geographischen Faktoren (wie z.B. Relief, Klima, Vegetation, Wasserkreislauf usw.) verdeutlicht werden.
„Die Erkenntnis über wechselseitige Abhängigkeiten innerhalb und zwischen human- und naturgeographischen Systemen sowie die Erkenntnis über Folgen dieser Abhängigkeiten ermöglicht, zukünftige Entwicklungen von Räumen zu prognostizieren. Um die Welt besser zu verstehen und im Sinne der Nachhaltigkeit zu verändern, muss ein Verständnis der Komplexität der Zusammenhänge zwischen Globalisierung, wirtschaftlicher Entwicklung, Konsum, Umweltbelastungen, Bevölkerungsentwicklung, Gesundheit und soziale Verhältnisse vorhanden sein. Die Lernenden sollen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte, demokratischer Grundprinzipien und kultureller Vielfalt befähigt werden. Ökologische Fragen werden verstärkt diskutiert und konsensfähige Wertmaßstäbe werden entwickelt, um das eigene Denken und Handeln zu reflektieren und gegebenenfalls zu verändern.“ Kerncurriculum für Hessen – Erdkunde, S. 12
Wie ist die Stundenverteilung? Die Stundentafel in Hessen sieht für das Fach Erdkunde in G8 nur noch fünf Stunden in der Sekundarstufe I vor, die an der Gutenbergschule auf eine Stunde pro Schuljahr von Klasse 5-9 verteilt werden. Der einstündige Unterricht findet nach Möglichkeit epochal statt. „Epochal“ bedeutet, dass das Fach nicht einstündig während des gesamten Schuljahres unterrichtet wird, sondern zweistündig während eines Halbjahres. Die Note zählt für beide Halbjahre und ist versetzungsrelevant. Die Gutenbergschule ist eines der wenigen Gymnasien in Wiesbaden, in dem in der Oberstufe die Möglichkeit besteht, Erdkunde als Grundkurs anzuwählen.
Erdkunde bilingual: Eine weitere Besonderheit an der Gutenbergschule ist die Möglichkeit, am bilingualen Sachfachunterricht auf Französisch teilzunehmen. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich am Ende von Klasse 6 für den bilingualen Zweig entscheiden, beginnen diesen mit dem Fach Erdkunde in Klasse 7, wo Erdkunde bilingual zweistündig unterrichtet wird. Peu à peu lernen die Schülerinnen und Schüler sich auf Französisch mit entsprechendem Fachvokabular geographische Themen zu erarbeiten und kleinere Referate zu halten.
Das Besondere im Erdkundeunterricht: Referate und auch über einen längeren Zeitraum durchgeführte Projektarbeiten mit anschließender Präsentation (letzteres verbindlich in Klasse 9), ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, verstärkt eigenverantwortlich zu arbeiten und sich mit Hilfe der eingeübten geographischen Arbeitsmethoden (Lesen und Auswertung von Karten, Diagrammen, Bildern usw.) selbständig und fragengeleitet mit neuen Regionen und Phänomenen auseinanderzusetzen.
Insgesamt ist die Arbeit mit Kartenmaterial, Luftbildern, Diagrammen, Globen, neuen Medien usw. sicherlich genauso wenig aus dem Erdkundeunterricht wegzudenken wie die Durchführung von Experimenten (z.B. Vulkanausbrüche im Klassenraum, Temperaturmessungen zur Verdeutlichung von ozeanischem und kontinentalem Klima, Wetterbeobachtungen usw.), das Erstellen von kleineren Modellen (z.B. selbst gebastelten Globen, Kartoffelberge zur Veranschaulichung der Höhenlinien ….) oder die Durchführung kleinerer Lehrausflüge passend zu den Unterrichtsinhalten: Übungen mit dem Kompass und topografischem Kartenmaterial außerhalb des Klassenraumes; Exkursion zu Mülldeponie, Klärwerk, Eine-Welt-Laden, …; Museums- und Ausstellungsbesuche (Senckenbergmuseum, Umweltladen in Wiesbaden usw.).

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