Gymnasium
seit 1845

Politik & Wirtschaft

1. Allgemeine Ziele des Faches

„Das Fach Politik und Wirtschaft fördert auf der Grundlage der freiheitlich – demokratischen Grundordnung sowie der Hessischen Verfassung jene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bereitschaften, die es den Lernenden ermöglichen, als mündige Person, d. h. autonom und verantwortungsvoll, an der demokratischen Öffentlichkeit und dem Wirtschaftsleben teilzunehmen und sich an der Diskussion und Lösung grundlegender Fragen und Probleme aus Politik, Gesellschaft, Recht und Wirtschaft zu beteiligen. Demokratie verlangt die mündige Bürgerin bzw. den mündigen Bürger, der seine Rechte kennt, einfordert, vertritt und diese auch verteidigt und selbstverantwortlich umsetzt. Eine marktwirtschaftliche Ordnung erfordert, dass die Individuen ihre Handlungsalternativen sowohl als (zukünftige) Erwerbstätige wie als Konsumenten einschätzen, bewerten und gestalten können.“

Kerncurriculum Politik und Wirtschaft für Hessen

 

Der inhaltliche Ausgestaltung des Faches setzt – wie es bereits im Namen anklingt – Schwerpunkte bei den Themen politische und ökonomische Bildung. Dabei ist er so aufgebaut, dass in jedem Schuljahr sowohl politische als auch ökonomische Themen vorkommen. Dies geschieht in altersangemessener Form. So werden in der 7. Klasse beispielsweise politisch demokratische Prinzipien in Schule und Gemeinde behandelt, ökonomisch geht es um das „Wirtschaften im privaten Haushalt“, also Familienbudgets, Haushalten mit dem Taschengeld, Funktionsweise von Werbung etc. In der 10. Klasse beispielsweise tauchen die Themen demografischer Wandel und Gleichberechtigungsfragen für die politische Seite des Faches auf, für die ökonomische der Konflikt zwischen Ökologie und Ökonomie. Die folgende Übersicht zeigt zudem Verflechtungen und Berührungspunkte der Fächer und Inhalte im Fachbereich II auf:

Lernbereich Gesellschaft aus Kerncurriculum Hessen

Beispiele von Verzahnungen einzelner Inhaltsfelder der Fächer. Quelle: Hessisches Kultusministerium – Kerncurriculum Politik und Wirtschaft

 

Frühere Lehrpläne wurden für die Sekundarstufe I durch Kerncurricula ersetzt. Das bedeutet, dass nun nur noch ein grober inhaltlicher Rahmen landesweit vorgegeben wird, dafür aber detaillierte Kompetenzen und Standards, die die Schülerinnen und Schüler erwerben und erfüllen sollen. Die Hauptkompetenzen des Faches Politik und Wirtschaft zeigt die nachstehende Abbildung.

Kompetenzereiche Politik und WIrtschaft

Kompetenzbereiche des Faches Politik und Wirtschaft. Quelle: Hessisches Kultusministerium – Kerncurriculum Politik und Wirtschaft

 

Das Fach Politik und Wirtschaft ist als Leistungskursfach an der Gutenbergschule fest etabliert. Neben der Vermittlung politischen und ökonomischen Grundlagenwissens in den Oberstufenkursen zielt das Fach so auch besonders auf die Studierfähigkeit hinsichtlich der Bezugswissenschaften (Wirtschaftswissenschaften, Politologie, Soziologie).

Ein vergleichbares System aus Kompetenzen und Standards existiert für die gymnasiale Oberstufe. Auch hier finden sich die vier o.g. Fachkompetenzen wieder. Anders als in der Sekundarstufe I gibt es aber feste, vorgegebene Inhalte bzw. Themenfelder. Diese sind in der steaktuellen Fassung auf der Internetseite es Kultusministeriums abrufbar.

2.1 Unterrichtsorganisation im auslaufenden G8-Modell:

Jahrgang 7: 2 stündiger Unterricht
Jahrgang 8: 2 stündiger Unterricht
Jahrgang 9: 3 stündiger Unterricht; bilingualer Unterricht (freiwillig); Praktikumsplatzsuche

Jahrgang 10 (Einführungsphase): 3 stündiger Unterricht; dreiwöchiges Betriebspraktikum; Profilklasse mit PoWi-Schwerpunkt wählbar (1 Zusatzstunde PoWi); verschiedene Berufsorientierungsangebote

Jahrgänge 11+12 (Qualifikatonsphase): 3 stündiger Unterricht in den Grundkursen, 5 stündiger Unterricht in den Leistungskursen; verschiedene Berufsorientierungsangebote

2.2 Unterrichtsorganisation im G9-Modell:

Jahrgang 7: 2 stündiger Unterricht
Jahrgang 8: 1 stündiger Unterricht
Jahrgang 9: 2 stündiger Unterricht; bilingualer Unterricht (freiwillig); Praktikumsplatzsuche
Jahrgang 10: 2 stündiger Unterricht; bilingualer Unterricht (freiwillig); dreiwöchiges Betriebspraktikum

Jahrgang 11 (Einführungsphase): 3 stündiger Unterricht; Profilklasse mit PoWi-Schwerpunkt wählbar (1 Zusatzstunde PoWi); verschiedene Berufsorientierungsangebote

Jahrgänge 12+13 (Qualifikatonsphase): 3 stündiger Unterricht in den Grundkursen, 5 stündiger Unterricht in den Leistungskursen; verschiedene Berufsorientierungsangebote

3. Fachkolleginnen und Fachkollegen

Da die Zusammensetzung der Fachgruppe hin und wieder Veränderungen unterworfen ist, wird hier auf eine Namensnennung aller Mitglieder verzichtet.

Fachsprecher und damit Ansprechpartner für allgemeine Anfragen ist Herr Michael Elster.

Besonders hervorzuheben ist, dass an der Gutenbergschule der Politik und Wirtschaftsunterricht ausschließlich durch im Fach ausgebildete Lehrkräfte abgedeckt wird und kein fachfremder Personaleinsatz vorkommt. Des Weiteren werden der Gutenbergschule regelmäßig Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst zur Ausbildung zugewiesen, was die Verbindung zu fachdidaktischen Neuerungen und dem Studienseminar Wiesbaden besonders stärkt.

4. Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Regelunterrichts

Projekte:

  • Äthiopien-AG: Schulpartnerschaft mit einer Schule in Semema/Äthiopien
  • Besuche des Hessischen Landtags
  • Teilnahme an der Veranstaltung „Jugend im Rathaus“
  • Teilnahme am Projekt „Juniorwahl“
  • Exkursionen zum Europaparlament
  • Gerichtsbesuche
  • Jugend debattiert
  • Einladung externer Spezialisten in den Unterricht (z.B Politiker, Vertreter von Verbänden)
  • Teilnahme an verschiedenen Projekten „Zeitung in der Schule“ ( Handelsblatt, FAZ, FR, Wiesbadener Kurier)
  • Studienfahrten (im Leistungskurs)
  • vielfältige Berufsorientierungsmaßnahmen finden im Rahmen des PoWi-Unterrichts statt (siehe Rubrik Berufs- und Studienorientierung auf dieser Homepage im Abschnitt „Schüler“)

Wettbewerbe:

  • Jugend debattiert
  • Bundes- und Landeswettbewerb zur politischen Bildung
  • Europäischer Wettbewerb
  • „Bester Praktikumsbericht“ / Beste Praktikumspräsentation
  • Leonardo-Award

Institutionen der Zusammenarbeit/ Kooperationspartner:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Arbeitskreis Schule und Wirtschaft
  • Wirtschaftsjunioren
  • IHK
  • Generation Europe Foundation
  • Deutscher Kinderschutzbund
  • Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden
  • Hessischer Landtag
  • Hessische Landeszentrale für politische Bildung
  • Projekt Juniorwahl
  • Jugendoffiziere der Bundeswehr
  • Organisation „Kinder unserer Welt“
  • Medienzentrum Wiesbaden

 

 

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