Individueller Austausch mit dem Kanton Waadt (Vaud) in der französischsprachigen Schweiz
Ich höre immer wieder Klagen von SchülernInnen und Eltern, daß es so wenig Austauschmöglichkeiten für Schüler/Innen gibt, die nicht den bilingualen Zweig besuchen. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, an dieser Stelle auf den individuellen Austausch mit Schülern und Schülerinnen des Kantons Waadt (Vaud) in der französischsprachigen Schweiz hinzuweisen, der seit 2 Jahren besteht und jeweils 2 Wochen dauert. Dieser Austausch steht allen Schülern und Schülerinnen der Klassen 7 - 13 (bilingualer Zweig auch schon ab Kl. 6) offen, die Französisch lernen, also egal ob im bilingualen Zweig oder als 1., 2. oder gar 3. Fremdsprache.
Da es sich bei diesem Austausch allerdings nicht um eine schulische Veranstaltung handelt, müssen die TeilnehmerInnen dafür einen Teil ihrer Ferien (Ostern, Sommer) "opfern". Wenn aber die o. g. Klagen wirklich ernst gemeint sind und die Teilnahme an einem Schüleraustausch nicht nur als willkommene Gelegenheit dienen soll, dem Schulalltag endlich einmal für eine kurze Weile entfliehen zu können, dann dürfte dieses "Opfer" wohl nicht allzu groß sein.
Individueller Austausch heißt also, daß die Verantwortung für den Aufenthalt der AustauschpartnerInnen, die Programmgestaltung und die Reise ganz bei den TeilnehmerInnen selbst liegt. Wenn genügend SchülerInnen teilnehmen, helfe ich gern bei der Organisation einer Gruppenfahrkarte. Da es einen direkten Zug von Mainz nach Lausanne gibt, wo die TeilnehmerInnen von ihren Gasteltern abgeholt werden, ist die Fahrt in der Gruppe völlig unproblematisch. Für diesen individuellen Austausch ist in der Schweiz Herr Maffli zuständig, der ja auch den Austausch der bilingualen Jahrgangsstufe 8 mit dem Collège Montreux-Est organisiert.
Der Vorteil dieses Austausches besteht darin, daß die Teilnehmer/Innen einzeln über das ganze Kanton verteilt sind und somit in der Regel keinen Kontakt mit ihren deutschen Mitschülern und Mitschülerinnen haben. Das ist die beste Möglichkeit, die Sprachkenntnisse zu verbessern sowie Land und Leute besser kennenzulernen. Herr Maffli und ich würden uns freuen, wenn von dieser Chance noch mehr Gebrauch gemacht würde. Ich bin der Meinung, daß es kein besseres Projekt für den Fremdsprachenunterricht gibt als einen Schüleraustausch.
R.Georg