Schüleraustausch 1996 der Gutenbergschule Wiesbaden mit der King Edward´s School und der Edgbaston High School in Birmingham

Nachdem wir unsere Austauschpartner im Juli hier in Wiesbaden kennengelernt hatten, warteten wir schon gespannt auf die Abfahrt nach England. Wir hatten bereits eine Menge Gutes, aber auch Schlechtes über diese Insel gehört. Besonders fürchteten wir uns vor dem angeblich schrecklichen Essen und den geschlechtlich getrennten Schulen. Es fing jedoch alles gut an, als wir am Frankfurter Flughafen die Backstreet Boys trafen (auch wenn Frau Hitschmann es uns nicht glauben wollte).

Nachdem wir in Birmingham am Flughafen wegen eines Feueralarms eine Stunde festsaßen, wurden wir herzlich von unseren Familien empfangen.

Am nächsten Tag gingen wir das erste Mal mit unseren Austauschpartnern in die Schule und wurden gleich von der Assembly überrascht. Die Schülerinnen saßen alle auf dem Boden, warteten, bis alle da waren, sangen schließlich Lieder und hörten einer Meditation zu. Wir waren natürlich erstaunt, wie ruhig und diszipliniert alles ablief. Der englische Schulalltag ist schon etwas anders als der deutsche. Das fängt bei der Schuluniform an. Insgesamt herrscht etwas mehr Strenge; das zeigt sich zum Beispiel auch daran, daß „lautes Gepolter" auf den Fluren oder Kaugummikauen auf dem Schulgelände in der Tat vollkommen „out of question" sind. Beeindruckend fanden wir auch das reiche Sportangebot. Von Cricket oder Tennis auf den riesigen Grünanlagen der Schule war bis zu Tanz, Schwimmen und Basketball wirklich alles vertreten. Sport ist in englischen Schulen wirklich sehr wichtig.

Das kommende Wochenende verbrachten wir in unseren Familien. Am Montag machten wir den ersten gemeinsamen Ausflug nach Oxford, wo wir die Universitätsgebäude und die Stadt besichtigen konnten. Am nächsten Tag gingen wir wieder in die Schule.

Am Mittwoch fuhren wir deutschen Schüler nach London, worauf wir uns besonders gefreut hatten. Nach einer wahnsinnig anstrengenden dreistündigen Sightseeing Tour auf Schusters Rappen (wir sahen Big Ben, den Buckingham Palace, die Tower Bridge ....) durften wir shoppen gehen. Am Donnerstag fuhren wir alle gemeinsam nach Alton Towers, dem größten britischen Vergnügungspark, wo wir alle viel Spaß hatten.

Nach einem erneuten Schulbesuch feierten wir die ultimative Abschlußparty.

Den Samstag über trauerten wir, daß alles schon vorbei war und am Sonntag feierten wir über den Wolken eine lustige Geburtstagsparty für Lisa.

Die Zeit in England war sehr schön, da wir uns mit unseren Austauschfamilien und auch mit den deutschen Schülern sehr gut verstanden haben. Die Familien haben sich viel Zeit genommen und viele private Ausflüge mit uns gemacht, z.B. nach Birmingham und zu der Schokoladenfabrik Cadbury. Es war interessant zu sehen, wie anders die Engländer erzogen werden. Sachen, die für uns selbstverständlich sind, wie z.B. abends auszugehen, sind für manche Jugendliche dort etwas ganz Besonderes.

Übrigens, das englische Essen war doch nicht so schlecht, wie wir gedacht hatten.

Lisa Weidmann und Susanne Käss

Zurück zum MenüGenug gesehen - zurück zum Inhaltsverzeichnis

Einfach mal durchblättern - Nächste Seite