DAS BETRIEBSPRAKTIKUM IM AUSLAND - EIN NEUES PROJEKT

Die vielfältigen Kontakte zu ausländischen Partnerschulen sind seit Jahrzehnten ein wesentlicher Bestandteil unseres Schullebens. Berichte über Austauschfahrten erscheinen daher auch regelmäßig in den Jahrbüchern.

1996 konnten Schüler erstmals ihr Betriebspraktikum im Ausland absolvieren. Dadurch haben die Austauschaktivitäten der Gutenbergschule eine ganz neue Dimension erhalten, die besonders für Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zuges relevant wird. Beim Betriebspraktikum im Ausland sind umfassendere Anforderungen an die Sprachkompetenz und an die Fähigkeiten im sozialen Bereich in besonderer Weise miteinander verbunden und eröffnen den Jugendlichen neue Lernbereiche. Austauschfahrten und insbesondere der Austausch der Betriebspraktikanten für 2 bzw. 3 Wochen regen an, Einstellungen gegenüber Menschen im Partnerland zu überprüfen, und helfen, stereotype Sichtweisen abzubauen. Für die Betriebspraktikanten tritt der eher touristische Anteil in den Hintergrund, wenngleich man bei einer kritischen Diskussion über das Für und Wider von Austauschfahrten bedenken sollte, daß die Familien, bei denen die Jugendlichen untergebracht sind, sicherlich den stärksten Eindruck hinterlassen und den manchmal geschmähten touristischen Anteil der Fahrten sehr relativieren. Der erste Eindruck, den unsere Schülerinnen und Schüler von dem Partnerland bzw. der -stadt erhalten, ist - genau wie bei Erwachsenen - begrenzt, meistens auf das Außergewöhnliche, das Großartige oder Bekannte, eben auf die Ziele der meisten Touristen. Erst jeder weitere Besuch im Zielland wird gründlichere Eindrücke geben. Wesentlich sind jedoch die freundschaftlichen Kontakte, die aufgebaut werden können, und die damit verbundene Motivation für den lockeren Gebrauch der Fremdsprache.

Durch die schnelleren modernen Kommunikationswege, z.B. das Internet, können die Vor- und Nachbereitung einer Austauschfahrt in Zukunft umfassender und intensiver werden. Hoffentlich gelingt es uns, auch weiterhin die guten Kontakte zu den Partnerschulen in Europa und den USA aufrecht zu erhalten, so daß viele Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule solche positiven Erfahrungen sammeln können wie Michael Purdon oder Christoph Frehsee, deren Texte nachfolgend abgedruckt sind. Der Aufsatz von Michael Purdon ist bereits im Jahrbuch 1995/96 der King Edward's School, Birmingham, erschienen.

Anita Jakob-Michaelis

WORK EXPERIENCE - WIESBADEN

A novel idea to enhance the usefulness of work experience by combining it with a normal language exchange. The potential for learning is thus doubled and all participants can benefit hugely.

J. Goldman, T. Howles, M. James and M. Purdon embarked on their three week trip, with the perfect chaperone, Mrs. T. Hodgin on 23rd June '96. The first week was spent in the School where we were treated surprisingly well by the German school children, who seemed very much more friendly than us at K.E.S. Even the 70 or so people in the pub watching the England-Germany football match were not hostile. (I can't imagine Germans being treated the same way in England!) A trip to Frankfurt was also included in this week which provided a break from our exchanges.

The two weeks of work were spent in four different hotels and were certainly an "experience"! Being a chambermaid was far too much like hard work for me and waitering was a bit tricky as well. Once again, the friendliness of the staff made this time more enjoyable than expected.

Everyone's German language improved, even learning absolutely foolproof chat-up lines! Well, almost!

The journey home was naturally welcome, but everyone eagerly anticipates our partners' visit here during which we can show them our appreciation through our own hospitality.

Michael Purdon

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