Paul Peter Pfaff 70 Jahre

Der erste Mai ist der Tag der Arbeit und - für Kolleginnen und Kollegen der Gutenbergschule ebenso bedeutsam - Geburtstag des ehemaligen Kollegen und Personalratsvorsitzenden Paul Peter Pfaff. Am ersten Mai 1996 wurde Paul 70 Jahre alt. Grund genug, sich an seine Tätigkeit an der Gutenbergschule zu erinnern.

Als Lehrer blieb er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1989 aufgeschlossen für die Probleme, Wünsche und Interessen seiner Schülerinnen und Schüler. Mit seinem an didaktischen Notwendigkeiten und pädagogischen Möglichkeiten orientierten Unterricht begeisterte er auch die Schülerinnen und Schüler, die normalerweise keinem über 30 trauen.

Als Kollege ließ er immer wieder jenen Funken Heiterkeit, Fröhlichkeit und Menschlichkeit überspringen, der lange Jahre die Atmosphäre im Kollegium der Gutenbergschule nachhaltig beeinflußte. Wer neu an die Schule kam, wurde von Paul freundlich empfangen und konnte sicher sein, von ihm mit Rat und Tat unterstützt zu werden.

Als Fachbereichsleiter für das Aufgabenfeld I der gymnasialen Oberstufe tat er nicht nur kompetent seine Pflicht, sondern setzte trockene Vorschriften in lebendige Praxis um. Skepsis gegenüberdenen, die Erlasse und Vorschriften hundertfünfzigprozentig anwenden wollten, war bei ihm angesagt. Seine Idee, die bei der mündlichen Prüfungen oft verkrampfte Atmosphäre durch eine mitgebrachte Blume zu entspannen, fand Nachahmer. Das die Prüfung ein Prüfungsgespräch wurde und nicht eine Begegnung zwischen Vorgesetztem (LehrerIn) und Untergebenen (SchülerIn), war Paul Pfaffs Verdienst.

Als Personalratsvorsitzender der Gutenbergsschule leistete Paul lange Jahre vorbildliche Arbeit. Er war kompromißlos, ohne verbissen zu sein, wenn es keine Kompromisse geben konnte. Er war entgegenkommend, wenn Vermittlung angezeigt schien. Kolleginnen und Kollegen fanden bei ihm Verständnis, Unterstützung und Hilfe, wenn sie Beistand brauchten. Paul Pfaff vertrat die Interessen der Kolleginnen und Kollegen mit Augenmaß, ohne Rücksicht auf die Verbandszugehörigkeit der Betroffenen. Aufgrund seiner Toleranz und Weitsicht war es schwer, ihn einer Gruppierung zuzuordnen. Und das war gut so. Aus seinen bildungspolitischen Vorstellungen brauchte er nie einen Hehl zu machen, waren sie doch am größtmöglichen erzieherischen Nutzen für die Schülerinnen und Schüler orientiert.

Paul Pfaff wurden zu seinem 70. Geburtstag herzliche Glückwünsche des Kollegiums überbracht. Sie waren gleichzeitig Dank für Pauls jahrelange aufopferungsvolle Tätigkeit.

N. Schmidt- Dossow

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