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Smartphones und Kinder – eine gute Idee?

Aktuell besitzen 33 % der 8/9jährigen und 75 % der 10/11jährigen in Deutschland ein eigenes Smartphone, bei den 12/13jährigen sind es schon 95%. Kein Problem? Oder unterschätzt die große Mehrheit der Eltern die mobilen Minilaptops mit integrierter SIM-Card und Dauerzugang zur Erwachsenenwelt?
Das Video zeigt auf, was ein Smartphone in Kinderhand bedeutet, welche hochproblematischen Inhalte aktuell auf Handys von Kindern verbreitet werden und wie man das Thema in den Griff bekommen kann. Am Ende gibt es 15+1 griffige Elterntipps.

Empfehlung: Smartphones sind ok für Jugendliche ab ca. 14 Jahren, die mit problematischen Inhalten ganz anders umgehen können als Kinder, aber auch da mit klaren Regeln (nicht beim Essen und bei Hausaufgaben, nicht nachts im Zimmer).

Wer einem Kind ein Smartphone überlässt, muss sich technisch sehr gut auskennen, um das Handy altersgemäß einzuschränken, und seinem Kind v.a. die Problembereiche des Internets ausführlich erklären, insbesondere das Thema Pädophile. Die meisten Eltern kennen sich aber sowohl technisch als auch inhaltlich eher wenig aus – was wiederum die oben genannten hohen Ausstattungsquoten erklärt. Wer auch nur halbwegs weiß, was Internet bedeutet, auf welche Inhalte und Personen Kinder darin stoßen können, und welche mächtige Sogwirkung digitale Medien auf Kinder ausüben, mutet seinem Kind diese komplexe Technologie nicht zu früh zu – und schon gar nicht uneingeschränkt, unbegleitet und unaufgeklärt.

An der Gutenbergschule besteht für Unterstufenschüler keinerlei Notwendigkeit, ein Smartphone zu besitzen. Seit Jahren besitzt nur etwa die Hälfte unserer Fünftklässler ein Smartphone. Wir nutzen in dieser Altersklasse keine privaten Handys im Unterricht, im 2. Halbjahr der 7. Klasse erhalten die Kinder eine schuleigene E-Mail-Adresse und fangen an, mit den schuleigenen Tablets und im PC-Raum zu arbeiten. Private Handys bieten zu viele Ablenkungsfaktoren (WhatsApp, Instagram, Snapchat, Spiele…), um im Unterricht konzentriert arbeiten zu können. Zudem muss, gewährleistet sein, dass alle Kinder unter denselben technischen Voraussetzungen arbeiten können, das ist bei Schülerhandys nicht gegeben.

 

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